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Wir freuen uns, Sie auf unserer Website begrüßen zu dürfen! Sie erhalten hier Infos über das Auros Trio, über unsere Konzerte und aktuellen Projekte.

Über unser Konzert im September 2015 schreibt die Südwestpresse:

“Virtuoses Spiel, glänzende Technik und eine überaus filigrane Musikalität zeichneten das Spiel des Auros Trios aus und man darf hoffen, dass sie bald wieder einmal in der Region zu hören sind.” Südwestpresse, Geislinger Zeitung, 25.9.2015

Danke, das freut uns sehr! Uns hat das Konzert auch große Freude bereitet, und wir kommen gerne wieder ins Kommunikationszentrum der WMF nach Geislingen!

Auros bei Youtube

4.12.2013

Hier klicken (https://www NULL.youtube NULL.com/channel/UCJiyuOah_T_HpeaVBGCSSMQ) und Ravel’s Klaviersonatine hören, arrangiert und gespielt vom Auros Trio!

Diese CD erhalten Sie direkt beim Auros Trio. Alternativ können Sie die Musik auch auf folgenden Portalen erwerben: iTunes (https://itunes NULL.apple NULL.com/us/album/french-music-for-flute-viola/id596466625), Amazon (http://www NULL.amazon NULL.de/s/ref=ntt_srch_drd_B00B5S32D8?ie=UTF8&field-keywords=Auros%20Trio&index=digital-music&search-type=ss), Simfy, Spotify, Google Play, Pandora und Xbox Music. Klangbeispiele finden Sie, wenn Sie auf diesen Link klicken.

 

Zum Programm:

 

CLAUDE DEBUSSY: Sonate en trio

„Sie ist furchtbar melancholisch und ich weiß nicht, ob ich darüber lachen oder weinen soll. Vielleicht beides?“, so Claude Debussy (1862-1918) über seine 1915 entstandene Sonate, der ersten Originalkomposition für die Besetzung Flöte, Viola und Harfe. Prägend war Debussys Interesse an den französischen Meistern des Barock und der Form der Triosonate. Als er 1915 die zweite eines geplanten Zyklus von „Six Sonates pour Instruments divers“ komponierte, war Debussy bereits schwer krank. Der Erste Weltkrieg überschattete Europa. „Meine letzten Abende waren bezaubernd. Ich habe den Entwurf der Sonate für Flöte, Oboe und Harfe fertiggestellt und die Wirklichkeit war mir fern. Die harmonischen Abschnitte entfalten sich, all den so nahen Tumult vergessend; kurzum sind sie so schön, dass ich mich beinahe entschuldigen muss.“ Später ersetzte Debussy die Oboe durch die Viola, da deren dunkler Klang besser mit dem der Flöte harmoniert.

JACQUES IBERT: Deux Interludes

Jacques Ibert (1890-1962) war zusätzlich zu seiner regen musikalischen Tätigkeit von 1937 bis 1960 Leiter der Académie de France in Rom. 1940 wurde Ibert’s Musik durch das Vichy – Regime verboten, woraufhin er in die Schweiz auswanderte. 1944 rief ihn Charles de Gaulle zurück ins französische Musikleben. Seine Deux Interludes (musikalische Zwischenspiele) sind 1946 entstanden. Zeitlebens weigerte sich Ibert, sich einer Schule oder Mode zu verschreiben. „Seine Musik kann festlich und heiter.. lyrisch und inspiriert oder deskriptiv und evozierend sein. Oft wohnt ihr ein leiser Humor inne.“ (Alexandra Laederich). In der Wahl der Instrumente Flöte, Violine / Viola, Harfe / Cembalo orientiert sich Ibert an der Besetzung der barocken Triosonate. Das erste Interlude mutet bisweilen nostalgisch – melancholisch an, das zweite erklingt in einem Wechsel von spanischer Virtuosität und sehnsuchtsvoller Melancholie.

JEAN-MARIE LECLAIR: Sonate en trio D – Dur (Deuxième Livre des Sonates, op. 2)

Jean-Marie Leclair l’aîné (der Ältere) (1697 – 1764) war als Mitbegründer der französischen Violinschule einer der bekanntesten Virtuosen seiner Zeit. Jean – Marie Leclair nahm Unterricht bei Corellis Schüler Giovanni Battista Somis. Seine Sonaten stellen einen letzten Höhepunkt der französischen Triosonate dar. Der elegante Stil und die raffinierte Kontrapunktik rücken die Sonaten in die Nähe der Werke eines Antonio Vivaldi. Leclairs Sonate D – Dur datiert aus dem Jahr 1728 und ist dem Deuxième Livre de Sonates op. 2 entnommen.

MAURICE RAVEL: Sonatine en trio

Zeitlebens sagte Maurice Ravel, der 1875 als Sohn einer Baskin und einem französischsprachigen Schweizer geboren worden war, über sich, dass er ja auch Baske sei und sich seiner zweiten Heimat verbunden fühle. Dieser spanische Einfluss lässt sich vielfach in seiner Musik wiederfinden, in Werken wie dem Boléro, der Rhapsodie espagnole oder auch dem Pièce en forme de Habanéra, heute im Duo mit Flöte und Harfe. Die Habanéra, ein langsamer synkopischer Tanz afrokubanischen Urprungs, der dem Tango verwandt ist, entstand im frühen 19. Jahrhundert in Havanna und wurde bis zum Ende dieses Jahrhunderts in Europa bekannt. Sie wurde nicht nur von Ravel, sondern auch von anderen zeitgenössischen Komponisten Ravels aufgegriffen, wie beispielsweise von Georges Bizet in dessen Oper Carmen in der Arie ‘L’amour est un oiseau rebelle’.

Peter Jost, Herausgeber der Urtext-Ausgabe der Sonatine für Klavier im Henle-Verlag: Zum Erfolg der Sonatine, die Ravel 1903-05 komponiert hat, mag der schon durch die Gattungswahl naheliegende klassizistische Zuschnitt erheblich beigetragen haben. Anders als im Fall der vergleichbar populären Pavane pour une infante défunte (1899), von der sich Ravel bereits 1912 deutlich distanziert hatte, liegen für die Sonatine, die der Komponist bei seinen Konzerttourneen häufig auf das Programm setzte, keine Zeugnisse späterer Selbstkritik vor. Nachdem das Werk zunächst kritisch aufgenommen wurde, wurde es zu einem Erfolg: Zu Ravels Lebzeiten erschienen nicht weniger als 26 Nachdrucke mit einer Gesamtauflage von 53.000 Exemplaren, wobei der Menuett-Satz wegen der großen Nachfrage ab 1910 auch als Einzelausgabe und als Bearbeitung in verschiedenen Kammermusik-Besetzungen vertrieben wurde. Im heutigen Konzert wird die Sonatine in einer durch das Auros-Trio adaptierten Bearbeitung des berühmten Harfenisten Carlos Salzedo zu hören sein.

Gegenüber den technisch und klanglich avancierten Jeux d’eau (1901) und Miroirs (1904/05) konzentriert sich die äußerlich konventionellere Sonatine auf den konsequenten monothematischen Aufbau, basierend auf dem Grundmotiv einer fallenden Quarte, die im dritten Satz modifiziert in steigenden Horn- oder Trompetensignalen wieder auftritt. Der erste Satz, ein Allegro in Sonatensatz-Form, lässt in seiner Coda bereits die nachfolgende Entwicklung erahnen. Der zweite Satz basiert strukturell auf der Form eines Menuetts. Schwerpunktverschiebungen, Akzente und Tempowechsel machen seinen besonderen Reiz aus.
Der dritte Satz mit seinen vielen Arpeggien, Polyrhythmen und schnellen Ostinati ist an die Form der Toccata des französischen Barock angelehnt.